Dörfer - Malaga - Gaucin
Reiseführer GaucinDas Dorf Gaucín, das in dem südlichsten Gebiet der Hügelgegend um Ronda liegt, zählt über 1800 Einwohner. Es bildet das bindeglied zwischen dem Gebiet Ronda und dem Campo de gibraltar. Die Schönheit der Ortschaft selbst und ihrer Umgebund, das hervorragende Klima und die traditionelle Gastfreundschaft haben dazu geführt, dass sich in ihrem Gemeindegebiet eine groBe Anzahl von Ausländern angesiedelt hat. Zum gröBten Teil trifft man hier Briten an, die den ort vor über zwei Jahrhunderten für sich entdeckten, als die langen ausflüge von Gibraltar aus auf der Tagesordnung standen. Das Hotel Nacional (das ehemelige hotel Inglés) ist die lebende Erinnerung an jene Zeiten der romantiker und ihrer Reisen. Aufgrund der archäologischen Funde wird angenommen, dass der Ursprung des Ortes in der Epoche der Römer zu suchen isr, obwohl Gaucín erst unter mauriscjer Herrschaft als fest etablierter Ort besteht. Die Ortschaft entstand im Schatten der Festung Castillo del Aguila, die aufgrund ihrer strategischen Lage Zeuge von Kriegsgeschehen und bedeutenden Heldentaten wurde. hier fand im Jahre 1309 Alfonso Pérez de Gúzman den Tod, der unter seinem Beinamen "Guzman der Gute" bekannt ist. Im Jahre 1485 fiel Gaucin an die christen, die wenige Jahre später einen Aufstand der Morisken blutig niederschlugen. In neuerer Zeit leistete der Ort während des Unabhängigkeitskrieges erbitterten Widerstand gegen die französischen Invasoren, die ihn nach seinem Niedergang brutal plünderten. Die Burg Catillo del Águila aus dem 10.Jh., die Kirche San Sebastián von 1505, das Koster der Karmelitinnen von 1704 und der Brunnen Fuente de los Seis Caños, der aus dem Jahre 1628 stammt, sin die wichtigsten Sehenswürdigkeiten seines kunsthistorischen Erbes. Auf dem FEstkalender stehen aber auch die Feierlichkeiten am letzten Augustsonntag, die dem jesuskind und dem hl. Johannes von Gott gewidmet sind und die Feria Mayor, das groBe Volkfest, das ebenfalls im August stattfindet sowie der Toro de Cuerda, eine uralte Tradition, bei der ein an ein Seil angebundener Kampfstier durch die StraBen des Dorfes getrieben wird. Die Speisekarte besteht hauptsächlich aus Erzeugnissen aus der Gegend, wie Fenchel, Gold-wurzel, grünem Spargel, dem Mehlbreigericht gachas, Gegrilltem und gazpacho (Kalte Gemüsesuppe). Das hausgemachte Gebäck, das noch nach jahrhundertealten Rezepten zubereitet wird, hat seinen Ruf wohlverdient: weiBe Kranzküchlein, mandel-Kränz-chen, Kuchen aus Biskuitteig, Schmalzgebäck und die pestiños (in Honig getauchtes Ölgebäck) werden jeden Gebäckliebhaber begeistern. |
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