Das Projekt wurde Anfang des 20. Jahrhunderts geplant, um die Region La Loma zu bewässern. Die Bauarbeiten begannen um 1929–1930, und die Staumauer wurde 1944 geschlossen; die offizielle Einweihung fand 1946 statt. Damals war El Tranco einer der größten Stauseen Spaniens. Die Gewichtsstaumauer ist rund 90 Meter hoch und an der Krone etwa 290 Meter lang. Zu ihren Füßen befindet sich das Wasserkraftwerk.
Unter dem Wasser verschwand die Siedlung Bujaraiza, in der 1940 rund dreihundert Menschen lebten und zu der auch eine Kirche und ein Friedhof gehörten. Ein Teil der Familien wurde in einer neu gegründeten Siedlung bei Palma del Río angesiedelt. Wenn der Wasserstand sinkt, können Reste der ehemaligen Siedlung auf dem Grund des Stausees sichtbar werden. Die Burg von Bujaraiza steht auf der Insel Cabeza de la Viña und ist besonders gut zu sehen, wenn der Stausee voll ist.
Die Siedlung an der Staumauer hatte früher eine Schule, die Kapelle San Rafael, einen Einkaufsladen und eine Kaserne. Heute liegt sie an der A-319, etwa auf halbem Weg zwischen Cazorla und Hornos de Segura — die Siedlung gehört zum Gemeindegebiet von Hornos, nicht zu Beas. Im Sommer werden Tretboote und Kajaks angeboten; wenn der Betrieb geöffnet ist, fährt außerdem ein Solarboot vom Anleger ab. Auch Angeln ist hier üblich. Der Stausee ist kein ausgewiesenes Badegebiet: An der Staumauer gab es Hinweisschilder, die das Baden untersagten, das Wasser ist kalt und der Untergrund unregelmäßig.
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