Sierra Tejeda, Almijara und Alhama

Der Naturpark Sierras de Tejeda, Almijara und Alhama ist ein echtes Highlight für alle, die Andalusien abseits der Küstenhotels erleben möchten. Er erstreckt sich über 12 Gemeinden in den Provinzen Málaga und Granada – darunter Alhama de Granada, Arenas del Rey, Jayena, Otivar, Alcaucín, Canillas de Aceituno, Canillas de Albaida, Cómpeta, Frigiliana, Nerja, Salares und Sedella. Besonders eindrucksvoll wird die Fahrt, wenn Sie die Bergstraße Richtung Almuñécar nehmen. Wer von Granada zurück nach Málaga fährt, sollte unbedingt diese Route wählen – sie führt direkt durch das Herz der Sierras von Tejeda, Almijara und Alhama und vorbei an malerischen Orten wie Otivar.

Der Name der Bergkette stammt von der alten Tradition, den Eibenbaum (tejo) zu suchen – heute sind nur noch wenige Exemplare in den höchsten Lagen übrig. Alhama de Granada liegt zwar etwas abseits, besitzt aber die meisten historischen Sehenswürdigkeiten und lohnt einen ausgiebigen Besuch.

Die vorherrschenden Farben sind Weiß und Grau – dank des reichlich vorkommenden Marmors. Trotz der verschiedenen Kulturen, die hier lebten, ist der maurische Einfluss überall spürbar: in den weißen Dörfern, die sich wie Schwalbennester an die steilen Hänge schmiegen, und in den alten Bewässerungskanälen. Entlang der Bergstraßen und Wanderwege entdecken Sie immer wieder Ruinen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert – stille Zeugen einer bewegten ländlichen Vergangenheit.

Die weißen Dörfer der Sierra Tejeda, Almijara und Alhama

Diese „pueblos blancos“ (weißen Dörfer) sind mit ihrer maurischen Architektur, engen Gassen und atemberaubenden Aussichtspunkten das Markenzeichen der Region. Besonders lohnenswert sind:

  • Cómpeta – bekannt für seinen exzellenten Wein und als idealer Ausgangspunkt für Wanderungen ins Almijara-Massiv.
  • Canillas de Aceituno – mit spektakulärem Blick auf die höchste Erhebung La Maroma (2.068 m) und direktem Zugang zum berühmten Weg El Saltillo.
  • Alhama de Granada – mit arabischen Bädern, Kirchen und einer imposanten Lage am Stausee Bermejales.
  • Salares – eines der kleinsten und ursprünglichsten Dörfer mit maurischer Brücke und typischer Mudéjar-Architektur.
  • Frigiliana und Sedella – malerische Bergnester mit gepflasterten Gassen und Panoramablick bis zum Mittelmeer.
  • Alcaucín und Canillas de Albaida – ruhige Orte, ideal für alle, die echte andalusische Dorfatmosphäre suchen.

Diese weißen Dörfer fügen sich harmonisch in die marmorweiße Berglandschaft ein und vermitteln noch heute den Geist des maurischen Andalusiens.

Biodiversität im Naturpark

Der Eibenbaum, der dem Park seinen Namen gab, war früher weit verbreitet. Heute findet man nur noch wenige Exemplare in den höchsten Lagen – ein lebendiges Relikt vergangener Zeiten.

Bei der Tierwelt dominiert der Steinbock (cabra montés). Daneben leben hier Adler, andere Bergvögel, Eichhörnchen und Hirsche. Die abwechslungsreiche Höhenlage von Meereshöhe bis über 2.000 m schafft ein einzigartiges Ökosystem mit Pinienwäldern, die auf dem zersetzten Marmor wachsen.

Wanderwege in der Sierra Tejeda, Almijara und Alhama

Der Naturpark verfügt über ein hervorragendes Netz markierter Wege durch Schluchten, über Gipfel und entlang alter Maultierpfade. Hier finden Sie Touren für jedes Fitnesslevel – von gemütlichen Rundwegen bis zu anspruchsvollen Gipfelbesteigungen.

Wanderweg zum Pico del Cielo in der Sierra Tejeda
Der beliebte Aufstieg zum Pico del Cielo – grandiose Ausblicke garantiert

Ein absoluter Klassiker ist der Aufstieg zum Pico del Cielo (1.501 m) mit Panoramablick über die Küste und die umliegenden Sierras. Besonders spektakulär ist der Sendero El Saltillo ab Canillas de Aceituno: Hier führen metallene Stege durch die enge Schlucht des Río Almanchares – ein kleiner „Caminito del Rey“ der Axarquía. In der Gegend von Ótivar begeistert der Sendero Río Verde mit tiefen Karstschluchten und erfrischenden Gumpen im Sommer. Von Cómpeta aus erreichen Sie das Puerto de Cómpeta und die alte „Fábrica de la Luz“. Die Gran Senda de Málaga (GR-249) durchquert den Park ebenfalls und verbindet Frigiliana mit Cómpeta und Canillas de Aceituno.

Wandern in der Nähe von Cómpeta
Wandern bei Cómpeta – beeindruckende Ausblicke auf das Almijara-Massiv

Feste Wanderschuhe, ausreichend Wasser und bei Bergstraßen besondere Vorsicht sind unerlässlich – besonders im Winter und auf engen Passagen, die auch bei Radfahrern beliebt sind.

Anreise in die Sierra Tejeda, Almijara und Alhama

Auf den Bergstraßen ist vorsichtiges Fahren Pflicht – besonders im Winter und auf engen Passagen, die bei Radfahrern sehr beliebt sind.

Wichtiger Hinweis: Reduzieren Sie auf Bergstraßen immer die Geschwindigkeit, fahren Sie mit Abblendlicht und lassen Sie bergauffahrenden Fahrzeugen Vorfahrt.

Von Granada aus

Nehmen Sie die Straße Richtung Motril. Beim Schild „Puerto del Suspiro del Moro“ biegen Sie rechts ab nach Otivar und Almuñécar (die sogenannte „Carretera de la Cabra Montés“). Nach ca. 25 km geht es rechts weiter nach Jayena, Fornes, Arenas del Rey und Alhama de Granada – vorbei am Stausee Bermejales. Alternativ können Sie die A-92 Richtung Sevilla nehmen und nach Loja auf Zafarraya abbiegen, um direkt an den Fuß der Sierra de Tejeda zu gelangen.

Vom Flughafen Málaga aus

Am bequemsten und flexibelsten geht es mit einem Mietwagen oder einem privaten Transfer. Von Málaga aus fahren Sie auf der A-7 Richtung Vélez-Málaga/Nerja. In Vélez-Málaga können Sie auf der Autovía weiter nach Alhama de Granada (Zugang zu Sedella, Canillas de Aceituno und Salares) oder bei Algarrobo abfahren, um Cómpeta und Canillas de Albaida zu erreichen. Die innere Route führt über die Ausfahrt Casabermeja zum Stausee La Viñuela – von dort gelangen Sie mühelos nach Alcaucín und in den restlichen Park.

Karte des Naturparks Sierras de Tejeda, Almijara und Alhama

Anreise und Mobilität vom Flughafen Málaga aus

Am Flughafen Málaga angekommen, sind ein Mietwagen oder ein privater Transfer die beiden praktischsten Möglichkeiten, diesen beeindruckenden Naturpark mit seinen weißen Dörfern und Bergstraßen zu erkunden.

Mietwagen

Mietwagen – Maximale Freiheit und Flexibilität

Mieten Sie ein Auto am Flughafen und nehmen Sie die A-45 Richtung Antequera, dann die A-7000 oder C-345 (Carretera de los Montes). Sie können spontan an Aussichtspunkten halten, wandern und in einer Venta essen – ganz in Ihrem Tempo.

Mietwagen am Flughafen Málaga buchen
Privattransfer

Taxi oder Privattransfer – Komfort ohne Stress

Lassen Sie sich direkt am Parkeingang oder bei der ersten Venta absetzen. Ideal, wenn Sie nicht selbst auf Bergstraßen fahren möchten.

Transfer jetzt buchen

*Es ist nicht notwendig, Ihre Kreditkartendaten anzugeben oder Vorauszahlungen zu leisten. Wir empfehlen, rechtzeitig zu reservieren, um die besten Preise und Verfügbarkeit zu sichern.

Weitere Transportmöglichkeiten

Es gibt keine direkten Busverbindungen vom Flughafen zu den Dörfern im Inneren des Parks. Die meisten Reisenden fahren zuerst nach Málaga-Stadt und steigen dort um – für das volle Natur- und Bergerlebnis bleibt jedoch der Mietwagen oder Privattransfer die mit Abstand beste und flexibelste Wahl.

Praktische Hinweise

Im Naturpark gibt es mehrere Besucherzentren. Aktuelle Informationen zu Wanderwegen und Zugängen erhalten Sie in den Tourismusbüros von Alhama de Granada, Vélez-Málaga oder Nerja.

Häufige Fragen zum Naturpark Sierra Tejeda, Almijara und Alhama

Brauche ich ein Auto, um die Sierra Tejeda, Almijara und Alhama zu besuchen?

Ja, ein eigenes Fahrzeug oder ein Privattransfer ist deutlich empfehlenswert. Es gibt keine direkten öffentlichen Verbindungen vom Flughafen oder von der Küste in alle Dörfer des Parks.

Welche weißen Dörfer sollte man unbedingt sehen?

Besonders schön sind Cómpeta (Wein), Canillas de Aceituno (Wanderstart), Alhama de Granada (Monumente), Salares und Frigiliana. Jedes Dorf hat seinen eigenen Charme.

Welche Wanderwege sind am schönsten?

Sehr empfehlenswert sind El Saltillo (mit Stegen durch die Schlucht), der Aufstieg zum Pico del Cielo, der Sendero Río Verde und Abschnitte der Gran Senda de Málaga.

Wann ist die beste Zeit für Wanderungen?

Frühling und Herbst sind ideal – angenehme Temperaturen und weniger los. Im Sommer eignen sich die höheren Routen zum Entkommen der Küstenhitze, im Winter kann man schneebedeckte Gipfel erleben.

Kann man Steinböcke sehen?

Ja, vor allem in den frühen Morgen- oder Abendstunden in den höheren Lagen. Mit Fernglas erhöhen Sie Ihre Chancen – bitte Abstand halten!

Gibt es Übernachtungsmöglichkeiten im Park?

Ja, in fast allen weißen Dörfern finden Sie charmante Landhäuser, kleine Hotels und Ferienwohnungen. Die größte Auswahl gibt es in Cómpeta, Canillas de Aceituno und Alhama de Granada.